Integration ausländischer Priester fördern (Promover a integração dos padres estrangeiros)


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Gute Integration ausländischer Priester fördern
Der neue Wiener Weihbischof hat beim “Jour fixe” der Katholischen Publizisten betont, dass es gerade im kirchlichen Bereich “doch bewundernswert wenige Probleme” und viele Beispiele gelungener Integration von ausländischen Geistlichen gebe. Diese Integration will er weiter fördern.
Beim Einsatz von Priestern aus anderen Ländern oder Kulturkreisen in Österreich muss besonderes Augenmerk auf deren gelungene Integration gelegt werden. Das unterstrich der neue Wiener Weihbischof Stephan Turnovszky am Donnerstag, 15. Mai 2008, beim “Jour fixe” des Verbandes Katholischer Publizisten im “Club Stephansplatz 4″. Priester mit mangelnden Deutschkenntnissen sollten Pfarren im Bereich der Erzdiözese Wien nicht alleinverantwortlich übernehmen, sondern entsprechend vorbereitet werden.

 

 

“Bemerkenswert wenige Probleme”

“Ausländische Priester sollen in Österreich ausgebildet werden”, so Weihbischof Turnovszky.

Möglich – und auch jetzt schon üblich – sei auch die Ausbildung angehender ausländischer Priester in hiesigen Seminaren, sagte Weihbischof Turnovszky, dessen Hauptaufgabe die Begleitung der Priester der Erzdiözese Wien sein wird. Grundsätzlich sei der Einsatz von Priestern aus Weltregionen mit vielen Berufungen in Gegenden mit wenig Priesternachwuchs durchaus vernünftig und “katholisch – weltumspannend – im eigentlichen Sinn”. Gerade im kirchlichen Bereich gebe es “doch bewundernswert wenige Probleme” mit der Inkulturation, neben gelegentlichen Schwierigkeiten gebe es viele Beispiele gelungener Integration von ausländischen Geistlichen. Dass es hier zu Lande derzeit wenige Berufungen gibt, führte der Bischof auf generelle Bindungsängste zurück, die heute in der Gesellschaft anzutreffen seien. Auch bei der Ehe zeige sich eine Scheu vor endgültigen Entscheidungen.

 

 

Lebendige Pfarrgemeinden

Lebendige Pfarrgemeinden als Keimzellen christlichen Lebens gehörten für ihn jedenfalls zu seiner “Zukunftsvision” von Kirche, betonte der selbst lange als Pfarrer in Baden tätige neue Wiener Weihbischof. Dass eine Gemeinde auch ohne Priester am Ort gut funktionieren kann, habe er selbst in seiner Anfangszeit als Priester erfahren, als er – für die Gemeinden Großmugl und Herzogbirbaum zuständig – regelmäßig zu seinem 15 Kilometer entfernten Wohnort Stockerau pendelte.

 

 

Weg jenseits von “konservativ” und “progressiv”

Die gängige Kategorisierung in “konservativ” und “progressiv” lehne er ab, sagte Weihbischof Turnovszky. Es gebe einen “dritten Weg”, nämlich das “Abenteuer des Heiligen Geistes”. Es gelte vielmehr “innovativ” auf bestehende Not zu reagieren, wie er es zum Beispiel als Badener Pfarrer mit für alle offenen Feiern am Heiligen Abend versucht habe. Auch auf das Problem von Scheidung und Wiederverheiratung habe er versucht, offensiv zu reagieren: Im Vorfeld einer Erstkommunion bot er Elternabende an, bei denen die getrennten leiblichen Eltern eines Kindes mit der Herausforderung – oft erstmals begangener – gemeinsamer Feieranlässen umzugehen lernen sollten.

Bei wiederverheirateten Geschiedenen solle man sich “nicht in der Frage des Sakramentenempfangs verbeißen”. Er selbst habe sich dabei gemäß den Richtlinien Kardinal Schönborns an Kriterien wie Aufarbeitung der Schuldgeschichte, Reue und eine etwaige stabile neue Beziehung gehalten. Seien die Voraussetzungen gegeben, könne der Pfarrer über einen Sakramentenempfang für die Betroffenen eigenverantwortlich entscheiden.

fonte: http://stephanscom.at/news/0/articles/2008/05/16/a14758/

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